Vor allem Herrchen liebt das südliche Bundesland und statt wie alle anderen in Urlaub zu fahren, sind wir drei Tage nach Bayern gewesen. Tonka und ich waren froh, dass wir mitkommen konnten. Besonders Tonka hat uns in der letzten Zeit mit ihren Pfoten relativ viel Kummer und Mühe bereitet. Erst die bösen Gras-Grannen, dann abgelaufene und blutende Pfoten, dann Söckchen und Hundeschuhe, einen steifen Rücken und natürlich kaum Spaziergänge... Und damit dann einen alten Dackel durch Bayern schleppen?! Nein, Tonka hat derweil (wie Frauchens Bruder) den Führerschein gemacht!!! Sogar einen flotten, roten Flitzer hat sie bekommen! Ihr Auto hat den liebevollen Spitznamen Bulfo, ist ein geländegängiges Cabrio und zieht alle Blicke auf sich. Aber davon gleich mehr.

Erster Halt unser Tour war Passau, die Dreiflüssestadt an der Grenze zu Österreich. Hier kam Tonkas Gefährt erstmalig so richtig zum Einsatz. Passanten guckten ziemlich blöd und nicht selten wurden wir angesprochen oder hörten das Getuschel. Ich für meinen Teil hatte meinen Spaß daran und beneidete Tonka so ein bisschen, aber nachdem ich ein kühles Bad in dem Inn genommen hatte, ging es mir besser.
Einen kleinen, aber lästigen Verehrer habe ich in einem kleinen schwarzen Spaniel gefunden, mit dem ich direkt an der Spitze der Altstadt, wo Ilz, Inn und Donau zusammenfließen, getobt habe. Leider war dann die schöne Zeit für mich vorbei, denn es ging nur noch mit einem straffen Besichtigungsprogramm weiter.
Herrchen und Frauchen waren restlos begeistert von der kleinen Stadt und ihren hübschen Gassen, den drei Flüssen und dem Flair.

Am nächsten Tag haben wir uns das romantische Burghotel in Neuburg angesehen. Früh morgens schon war die Sonne richtig heiß und bei herrlichem Wetter sah alles nochmal so schön aus. Wir konnten direkt rüber nach Österreich schauen. Die kleinen Burghöfe und Türme, die schon 940 Jahre alt sind, sahen wunderschön aus und auch der Blumengarten lag malerisch schön vor der eigentlichen Anlage.
Es folgte ein kleiner Abstecher nach Österreich in den Ort Schärding, in dem wir aber nicht lange blieben, was angesichts des hübschen Marktplatzes eigentlich schade war.


Dafür hatten wir noch umso mehr Zeit, uns im Bayrischen Wald einen netten kleinen Sonnenbrand zu holen - also ICH nicht, ich habe mit meinem Fell einen tollen Sonnenschutz! Tonka fuhr mit ihrem Wagen den Dreisesselberg hinauf und wir folgten ihr hechelnd und keuchend. Endlich oben angekommen hatten wir eine wirklich wahnsinnig schöne Aussicht! Leider durfte ich nicht von der Leine, aber es wäre mir auch viel zu warm gewesen, um wie eine Verrückte herumzurennen. Die Menschen kletterten nacheinander auf den Dreisesselfelsen und Frauchen machte wie immer Bilder.

Es hat mir dort oben wirklich außerordentlich gut gefallen und jetzt schon liege ich meinem Frauchen in den Ohren, dort nochmal hin zu fahren und wenn Tonka in ihrem Auto fährt, können wir auch endlich wieder ausgedehntere Spaziergänge machen.
Hier sind auch endlich Bilder von Tonkas Gefährt und wenn man genau hinsieht, sieht man im Wagen ihre Schnauze hinausgucken.

Der Bayrische Wald ist außerdem für seine Glasmanufakturen bekannt, weswegen wir auch dorthin einen Abstecher machen mussten. Ich habe mich zwar nicht benommen wie der Elefant im Porzellanladen, aber so gefühlt habe ich mich allemal in den engen Läden, die mit zierlichen Gläsern vollgestopft waren. Zum Glück waren die beiden in den meisten Läden alleine und wir Hunde durften im Auto warten. So haben wir auch nicht mitbekommen, dass Frauchen selber als Glasbläserin tätig gewesen ist und ihr "Kunststück" selber gefertigt hat. Schön war auch die Kristallglas Pyramide in Zwiesel, die mit über acht Metern Höhe und 93.000 Kristallgläsern die höchste ihrer Art ist.
Leider hatten Frauchen und Herrchen Probleme bei fast allen weiteren Sehenswürdigkeiten, da diese oft geschlossen waren oder nicht so toll, wie der Reiseführer versprach und wir sind wieder heim gefahren. Es war wieder schön!!!
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