
Etwas hektisch ging es gestern nach langem Hin und Her zunächst eine Weile ins Auto und danach waren wir da, wo wir neulich schon einmal gewesen sind: in Neuwied. Als ich das Haus erkannte, stürmte ich sofort die Treppe hinauf und begrüßte oben angekommen erst mal alle. Doch direkt danach ging es wieder ins Auto und zu Christinas Oma und Opa. Dort bekam ich endlich mein Fressen, die Menschen saßen draußen am Tisch und unterhielten sich und ich hielt Siesta. Danach spielte ich mit meinem Spielzeug, das Christina mir mitgebracht hatte, und hüpfte durch den Garten. Was es hier alles zu entdecken gab! Christinas Opa nahm mich mit in den hinteren Teil des Gartens, wo ich dann auch die Chance nutzte, um mit allen vier Pfoten mitten in Opas Erdbeerfelder zu springen! Dass das kein Donnerwetter gab, muss wohl an mir gelegen haben, denn ich war die restliche Zeit über sehr artig und begeisterte alle mit meiner manchmal etwas tolpatschigen Art. Christina meint, dass ihr Opa in meiner Anwesenheit regelrecht aufgeblüht ist.
Nach zwei Stunden dort sind wir aber wieder zurück zu Christinas Elternhaus gefahren, haben wieder mit meinem tollen Seil gespielt, waren im Wald spazieren und haben auf der Wiese getobt. Im Wald durfte ich wieder ohne Leine herum laufen. Christinas Bruder Martin wollte anfangs gar nicht mitkommen, hat aber dann im Wald großen Spaß daran gefunden, mir Stöckchen oder Tannenzapfen zu werfen. Dabei zeigte er noch größere Ausdauer als ich! Wie immer gab es eine kurze Pause auf der Bank im Wald. Die Zeit nutze ich, um Kleinholz aus herumliegenden Stöckchen zu machen, während Christinas Mutter unaufhörlich Fotos von mir machte (es waren den ganzen Tag über mindestens einhundert!).Im Garten ging der Spaß weiter. Ich sprang und hüpfte, wenn jemand mit dem Seil mit mir spielen wollte, ich bellte laut, wenn die Schaukel wieder als Turngerät missbraucht wurde und wollte mitspielen, ich rannte fröhlich um den Teich herum und sah mir die Kaulquappen an, die darin umher schwimmen, und leistete ganze Arbeit für ein Fotoshooting von Mama.

Am späten Nachmittag waren dann Christina und Mama in der Innenstadt. Sie wollten sich nach ein paar Dingen umsehen und Brot holen. Frauchens Mutter war restlos begeistert, wie ich in dem einen Geschäft brav neben Christina lag und keinerlei Unfug getrieben habe. Für mich war die Stadt nichts beängstigendes mehr - souverän lief ich an Frauchens Seite und schaute ich gern um.
Wieder im Garten zurück war auch Christinas Vater dann zum Spielen verfügbar. Ich bellte Martin wieder auf der Schaukel an, durchkämmte den ganzen Garten, buddelte kleine Löcher und fand sogar meinen ganz eigenen Rückzugsort in einer Hecke. Als Frauchen dann um neun Uhr wieder nach Hause fahren wollte, wollte ich gar nicht mehr mit. Sie musste mir nachlaufen und ich habe mich später einfangen lassen - sehr zur Belustigung von ihrer Familie. Aber im Nachhinein denke ich, dass Christina das gar nicht lustig fand, sondern traurig gestimmt hat... Dabei hätte sie ja gerne mit mir bleiben können...
Dennoch war ich, als wir endlich die lange Autofahrt hinter uns hatten, froh, dass ich Christoph und Tonka auch wieder bei mir hatte.

Kira, das hört sich nach einem ganz aufregenden, wunderschönen Tag an. Und da Du ein Airedale bist, der schnell lernt, darfst Du auch mal Deinen rassetypischen Sturkopf einsetzen. Dein Frauchen ist bestimmt nicht mehr traurig.
AntwortenLöschenSchönes Wochenende
Mischka