Sonntag, 24. April 2011

Darf ich mich vorstellen?

Hallo allerseits,

ich bin Kira, eine mittlerweile fast 11-monatige Airedale-Schönheit aus Schwalmstadt. Vor etwa zwei Monaten haben mich ein Pärchen und ein anderer Hund aus meinem bis dahin beschaulichem Heim mit meiner Mutter Ika, meiner Halbschwester Juli und meiner Schwester Kara herausgerissen und einfach mit nach Mittelhessen genommen. Dann begann eine anstrengende und aufregende Zeit des Kennenlernens (und das nicht nur für mich!).

Aller Anfang ist schwer? Ohja... Hier war plötzlich alles anders. Andere Menschen, andere Sitten, andere Gewohnheiten, andere Umgebung, ja sogar ein anderer Name. Früher wurde ich immer Pünktchen gerufen, jetzt heiße ich nur noch Kira und habe andere Spitznamen bekommen. Aber Kira ist schon in Ordnung - so hieß ich ja sowieso schon offiziell und ich habe mich ganz schnell daran gewöhnt. 
Meine neuen Besitzer sind übrigens Christoph und Christina - und der Hund, von dem ich vorhin erzählte, ist die alte Dackeldame Tonka. Die beiden Menschen habe ich mittlerweile schon sehr lieb gewonnen - und ich glaube sie mich auch! Tonka hat ihren eigenen Kopf und vor allem am Anfang hat sie mich öfter mal böse angeknurrt - aber ich habe gelernt, dass ich nicht mit ihr spielen darf, weil sie zu alt ist, und dann klappt das mit uns beiden auch gut. Dann darf ich ihr schon die Ohren auslecken...
 
Wie gesagt: Der Anfang im neuen Heim war schon sehr anstrengend. Die vielen Autos, die ich vorher nicht so gut kannte, waren allein für sich schon ein Erlebnis und ich war immer so froh darüber, von einem Spaziergang zurück zu kommen, dass sich alles bei mir entspannte - sehr zum Ärger von Herrchen und Frauchen. Also habe ich gelernt, dass man nicht in die Wohnung machen darf. Dennoch konnten die beiden ihren Putzlappen nicht mehr weit weglegen, weil gerade in dieser aufregenden Zeit auch noch meine erste Hitze anfing. So interessant wie in dieser Zeit fand ich andere Rüden noch nie! Und wie die sich für mich interessiert haben...

Damit ich nicht weglaufe fanden, sehr zu meinem Missfallen, wenn andere Hunde vorbei kamen, alle Spaziergänge nur noch mit der Schleppleine statt. Frauchen hat in dieser Zeit auch ganz viel mit mir geübt. Zu kommen, wenn sie ruft, war schon lästig - aber dafür gibt es leckere Dinge, die sonst nie auf meinem Speiseplan stehen. Der Futterdummy, den ich ihr bringe, wenn sie ihn wirft, macht dafür aber umso mehr Spaß und ich springe aufgeregt umher, wenn ich nur sehe, dass sie dieses Ding mit auf einen Spaziergang nimmt! Auch solch langweilige Hundekommandos wie Sitz oder Platz üben wir. Ersteres klappt schon richtig gut, wenn ich will, letzteres mal besser und mal schlechter. Und in der Hundeschule waren wir auch! Das war aufregend! Überall waren ganz viele Hunde und die erste Zeit der Stunde dürfen wir alle wild umher laufen, uns beschnuppern und spielen. Danach wird es regelmäßig anstrengend und wir üben Fuß zu laufen, über kleine Hindernisse zu springen oder Futterverweigerung, damit ich mir nichts auf der Straße suche. Was für ein Unsinn... Wenn dort etwas leckeres liegt, dann fresse ich das natürlich doch! 
Autofahren stand auch auf meinem Übungsplan. Regelmäßig wurde ich in dieses schaukelnde Monster getragen - ob ich wollte oder nicht! Und regelmäßig habe ich mich erbrochen und mich total voll gesabbert vor Aufregung. Das war keine schöne Zeit... Meine Transportbox war jedes Mal so nass, dass mein Frauchen sie brav ausgewechselt hat, damit ich nicht darin liegen muss.




Zwischenzeitlich waren wir auch nochmal in Schwalmstadt, aber leider nicht bei Mama, sondern bei meinen "alten" Besitzern. Eigentlich habe ich mich gefreut die beiden nochmal zu sehen, aber dann ging es mir an den Kragen! Ab ging es auf den Trimmtisch und dann habe ich die fast zweistündige Prozedur mit Würstchen brav über mich ergehen lassen. Danach war die Wiedersehensfreude dann doch ungebremst und bei den schon sehr frühlingshaften Temperaturen war mir das Weniger an Wolle eigentlich sehr recht. Christoph und Christina haben erst einmal über mich gelacht und Frauchen meinte, ich sei ein nackiger Airedale. Mittlerweile ist das Fell schon wieder viel zu sehr nachgewachsen, draußen ist es sommerlich heiß und wir waren eine Woche ganz woanders. Herrchen nannte es "Urlaub" - aber davon später mehr...



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