Nicht immer sind wir mit dem Auto unterwegs, um irgendwo spazieren zu gehen, aber am Wochenende kommt das schon mal vor. Heute passte ich während der Fahrt genau auf, wohin wir eigentlich fahren, und schaute die ganze Zeit interessiert aus dem Fenster.Als wir angekommen waren, wusste ich sofort, dass ich schon einmal hier gewesen bin, und freute mich auf den kommenden Spaziergang. Leider musste ich anfangs an der Leine bleiben, denn Frauchen bemerkte, dass meine Aufmerksamkeit auf etwas ganz anderes magisch gezogen wurde. Beim Nervigen "sie-zieht-mich-wieder-ein-Stück-zurück-wenn-ich-ziehe" hat sie mal wieder den längeren Atem bewiesen - ich kann euch sagen, dass dieser Atem von Frauchen wirklich lang war. Meine Güte, was muss diese Frau einen starken Willen haben!
Also hatte ich da schon mal verloren und meine Grenzen ausgetestet. Es ging durch einen Wald hindurch auf die andere Seite, wo Obstwiesen, Weiden und Graslandschaft auf uns wartete. Natürlich musste ich dann mal ausprobieren, ob ich wirklich immer hören muss, wenn Frauchen pfeift. Ich glaube, dass ich sie damit wirklich ärgern kann und wenigstens dabei der längere Atem mir gehört. Aber wenn ich sie kurz erschreckt habe und nichts mehr von ihr zu hören ist, komme ich schnell wieder zurück.Dann kamen wir wie gestern auch schon an eine Kuhweide. Dieses Mal blieben Herrchen und Frauchen dort stehen und sahen sich die Tiere an. Ich imitierte die beiden. Bald kamen die Kühe, die auch noch Kälbchen hatten, auf uns zu und schmatzten ihr Gras direkt vor uns. Tonka interessierte sich nicht so sehr für die Kühe wie ich und in alter Manier wollte ich die massigen Riesen erst einmal zum Spielen auffordern. Dafür hagelte es kurze Kritik von Frauchen und die Kühe hatte ich schon mal gar nicht damit beeindruckt. Was für eine langweilige Begegnung, was für langweilige Tiere! Ich setzte mich einfach ins Gras und wartete, bis die obligatorischen Bilder geschossen waren.
Eine andere Begegnung der etwas unerfreulicheren Art machte ich nur Minuten später. Als sich meine Menschen wieder in Bewegung setzten und weitergehen wollten, unternahm ich einen letzten Versuch, diese sturen, langweiligen Kühe zum Spielen zu animieren. Ich hatte mich schon gewundert, warum so große Tiere nur einen so kleinen Zaun brauchen, aber als ich (zu) schnell, wie ich war, an die dünnen Drähte kam, jaulte ich ganz schön! So etwas Gemeines! Ich habe mich fürchterlich erschreckt und der Strom hat auch ganz schön weh getan...
Sekunden später hatte ich das alles wieder gut vergessen und widmete mich wieder den Kaninchen oder was sonst so im Gebüsch für mich zum Spielen wartete. Zurück ging es demnach also leider wieder an der Leine durch den Wald.
Auf den Bildern sieht man übrigens auch mein tolles neues Geschirr, das nachts im wahrsten Sinne des Wortes mit seinen Reflektoren glänzt - was es alles gibt!!!
Was für ein aufregender Tag! Zuhause habe ich erst mal all die neuen Erlebnisse im Schlaf verarbeitet.

Liebe Kira,
AntwortenLöschenhallo Schwesterchen!
Ich lese, dass wir uns sehr ähnlich sind :-))))
Kühe faszinieren mich ebenso, wie Dich. Und weil ich mich zudem gern in deren Dung sule, muss ich in Kuhnähe an der Leine gehen. Ich belle sie aber trotzdem an, das wenigstens.
Auch Deine Schwimmkünste verfolge ich. Man, hast Du in den letzten Wochen gelernt! Du bist wirklich ein tolles Airedalemädchen und hast einen starken Willen, den Du - genau wie ich - versuchst durchzusetzen.
Manchmal gelingt uns das ja *lächel*
Lieber Gruß
Gipsy