Heute war eigentlich gar kein Badetag geplant, aber dann wurde er doch ganz schnell einer. Nachdem Frauchen Schule hatte und wir Hunde bei Herrchen geblieben sind, sind wir nachmittags zu einem See hier in der Gegend gefahren, um dort ein bisschen spazieren zu gehen. Sogar kleine Boote schaukelten rhythmisch im Wasser und die Umgebung war wunderschön. Nach kurzer Zeit durften wir Hundis auch frei laufen, was ich natürlich bis an meine Grenzen austestete. Und damit meine ich nicht nur meine Grenzen im physischen Sinne...

Als ich einige Meter von Frauchen weit weg war und ich so tun konnte, als ob ich nichts mehr von ihr hörte, wehte mir ein köstlicher Wind in die Nase. Auf der Wiese unweit des Weges lag leckerer, vergammelter Fisch, der herrlich stank und einfach zum Wälzen einlud. Frauchen rief mich natürlich, sah aber nur noch meine Beine, die sich lebenslustig zum Himmel erhoben. Mein Vorsprung vor den Menschen erlaubte mir ein genüssliches Bad in dem leckeren Parfum, bevor mich Frauchen böse von dort weg zog.

Den Rest des Spaziergangs erlebte ich dann nur noch an der Leine, bis wir zu einem See kamen. Unterwegs hatten die Menschen zwei dicke Stöcke gefunden, die nun in der Hoffnung, dass mein Gestank nachlassen könnte, ins Wasser geworfen wurden. Tonka flitzte gleich hinterher und es begann wieder das nette Spiel, dass Tonka zum Stock schwimmt und ihn mir dann bringt. Dabei ist sie auch sehr zuverlässig und es gelang mir immer, dass ich ihn ihr wegnehmen konnte. Am Anfang hatte ich meine Schwierigkeiten mit dem etwas steileren Ufer und ich wagte mich nur ein Stück weit in das kühle Nass. Aber um ehrlich zu sein, hat mir das alles schon gut gefallen und ich habe mich immer weiter getraut, bis ich irgendwann ganz im Wasser und auf der Suche nach dem Stöckchen war.

Da ja aller Anfang schwer ist, planschte ich wieder wie wild im Wasser und anstatt den Stock mit dem Maul fassen zu können, erzeugte ich nur Wellen, dass dieser weiter fort schwamm. Aber jetzt hatte mich der Ehrgeiz gepackt! Nach einem zweiten Anlauf, der ähnlich erfolglos verlief, hatte ich den Dreh raus - ich schnappte mir den Stock und schwamm strampelnd und unter lauten Anfeuerungsrufen vom Ufer aus wieder zurück.
Auch die nächsten Male klappte es wunderbar und dann auch direkt auf Anhieb - ich kann Stöckchen aus dem Wasser holen! Leider sieht mein Schwimmstil noch lange nicht so elegant aus wie bei Tonka, aber ich kann mich gut über Wasser halten und es spritzt dann immer so herrlich! Immer wieder zurück an Land bin ich aufgeregt umher gesprungen.

Natürlich gehört auch zu jedem Bad ein ordentliches Schütteln am Ende und meine Menschen hatten dieses Mal herausgefunden, wie man mir dann am besten aus dem Weg gehen kann. Einen ordentlichen Sicherheitsabstand einhaltend konnte Frauchen auch ein paar Bilder davon machen, wie meine Ohren um meinen Kopf fliegen und man meinen könnte, dass sie ganz woanders festgewachsen sind.
So lustig ging der Tag aber nicht weiter, denn nach dem Bad roch ich immer noch köstlich und verströmte auch im Auto einen wunderbaren Geruch. Daraufhin musste ich in die Badewanne - nur war das Baden dieses Mal lange nicht so lustig. Der Gestank hielt sich gut im Fell und ich musste leider mehr als nur ein Mal eingeseift werden...
Good swim, Kira! Sorry you had to have a bath when you got home....personally, I like stinky pond smells!!
AntwortenLöschenWyatt