Nach einem wohl sehr leckeren Mittagessen für die Menschen fand sich eine Lücke in den schier endlosen Regenwolken, die wir alle nutzten, um ausgiebig spazieren zu gehen. Dustin hat mir erzählt, dass es seine Haus- und Hofstrecke ist, und er lief stolz frei neben seinem Herrchen her. Der Weg war sehr abwechslungsreich - mal spazierte man durch dichten Wald, mal durch Felder und mal an Straßen entlang. Als mich Frauchen endlich von der Leine los machte, habe ich einen kleinen verrückten Tanz vor Freude vollführt. Sie meinte, dass ich wie eine Verrückte durch den Wald getobt bin und mich dabei im schlammigen Waldboden ordentlich dreckig gemacht hätte. Ich allerdings finde, dass sie da wieder übertreibt, oder?!An einem kleinen Bach kamen meine wilden Minuten zu einem Höhepunkt, denn ich hatte mich beim Laufen und Springen falsch eingeschätzt und schon vollführte ich eine spektakuläre Nasen-bremsung. Prompt in dem Augenblick hat Frauchen den Kameraauslöser betätigt...
Sogar ein kleines Wasserschloss haben wir gesehen. Es heißt Hackhausen, aber die Menschen fanden das viel spannender als wir Hunde. Wenn gerade niemand auffällig zu uns gesehen hat und Frauchen nicht mit der Kamera in unsere Richtung zielte, gab mir Dustin immer kleine Hundeküsschen und versuchte, mit seiner Zunge an mich heran zu kommen. Das war gar nicht so leicht, weil er kleiner ist als ich, aber zuhause, wenn er auf seinem Sofa saß, klappte das wesentlich besser. Dann spielten wir auch gern mit seinem Spielzeug, das Tonka gleich im Flur entdeckt und im ganzen Wohnzimmer verteilt hatte. Tonka mochte es aber gar nicht, wenn ich dabei zu wild war und sie bellte wieder viel zu viel. Überhaupt hat Dustin viel tolleres Spielzeug als ich. Neben dem kleinen Gummihamster und den vielen Bällen habe ich einen Plüsch-Hund gefunden, der aber auch nach lautem Anbellen nicht mit mir spielen wollte, wie unhöflich! Wenn Dustin mit mir gespielt hat, hat er leider ganz geschickt meine Größe ausgenutzt und die Spielsachen, die er vor mir verstecken wollte, unter den Couchtisch geschleppt, unter den ich als riesengroßer Airedale nicht kommen konnte. Wie gemein!Aber insgesamt war es wieder sehr schön, Dustin und seine netten Menschen wiederzusehen, viel zu spielen und zu rennen und der Spaziergang war auch genau richtig, denn Spaziergänge sind nur richtig toll, wenn man als Hund danach schmutzig und müde nach Hause kommt.



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