Montag, 25. Juli 2011

Ausflug nach Solingen

Gestern war wieder ein sehr aufregender und abwechslungsreicher Tag, denn wir waren wieder bei Herrchens Tante und seinem Onkel in Solingen zu Besuch. Bevor es los ins Auto ging, war Frauchen noch eine kleine Runde mit mir spazieren, aber kaum saßen wir im Auto, regnete es auch schon. Die ganze Fahrt hörte ich im Kofferraum den Regen auf das Autodach prasseln und ab und zu den Scheibenwischer hinten. Tonka war auch in ihren Häuschen im Kofferraum direkt neben mir. Als wir nach einer schier endlosen Fahrt endlich angekommen waren, regnete es noch immer und schnell sind wir ins Haus gegangen. Das war vielleicht ein Hallo! Jeder wollte jeden begrüßen, umarmen oder abschlecken! Und für jeden gab es eine Kleinigkeit und sogar wir Hunde sind nicht zu kurz gekommen. Für Tonka und mich gab es je einen Knochen - ihr könnt euch nicht vorstellen, wie riesig meiner ist! Leider war Tonka aber ein bisschen eifersüchtig und wollte ihren gar nicht haben, sondern mir meinen wegfressen. Also verschwand der große Knochen irgendwie, an dem sich Dustin (der kleine Yorkshire Terrier) und Tonka wohl im wahrsten Sinne des Wortes die Zähne ausgebissen hätten.

Nach einem wohl sehr leckeren Mittagessen für die Menschen fand sich eine Lücke in den schier endlosen Regenwolken, die wir alle nutzten, um ausgiebig spazieren zu gehen. Dustin hat mir erzählt, dass es seine Haus- und Hofstrecke ist, und er lief stolz frei neben seinem Herrchen her. Der Weg war sehr abwechslungsreich - mal spazierte man durch dichten Wald, mal durch Felder und mal an Straßen entlang. Als mich Frauchen endlich von der Leine los machte, habe ich einen kleinen verrückten Tanz vor Freude vollführt. Sie meinte, dass ich wie eine Verrückte durch den Wald getobt bin und mich dabei im schlammigen Waldboden ordentlich dreckig gemacht hätte. Ich allerdings finde, dass sie da wieder übertreibt, oder?!


An einem kleinen Bach kamen meine wilden Minuten zu einem Höhepunkt, denn ich hatte mich beim Laufen und Springen falsch eingeschätzt und schon vollführte ich eine spektakuläre Nasen-bremsung. Prompt in dem Augenblick hat Frauchen den Kameraauslöser betätigt...



Sogar ein kleines Wasserschloss haben wir gesehen. Es heißt Hackhausen, aber die Menschen fanden das viel spannender als wir Hunde. Wenn gerade niemand auffällig zu uns gesehen hat und Frauchen nicht mit der Kamera in unsere Richtung zielte, gab mir Dustin immer kleine Hundeküsschen und versuchte, mit seiner Zunge an mich heran zu kommen. Das war gar nicht so leicht, weil er kleiner ist als ich, aber zuhause, wenn er auf seinem Sofa saß, klappte das wesentlich besser. Dann spielten wir auch gern mit seinem Spielzeug, das Tonka gleich im Flur entdeckt und im ganzen Wohnzimmer verteilt hatte. Tonka mochte es aber gar nicht, wenn ich dabei zu wild war und sie bellte wieder viel zu viel. Überhaupt hat Dustin viel tolleres Spielzeug als ich. Neben dem kleinen Gummihamster und den vielen Bällen habe ich einen Plüsch-Hund gefunden, der aber auch nach lautem Anbellen nicht mit mir spielen wollte, wie unhöflich! Wenn Dustin mit mir gespielt hat, hat er leider ganz geschickt meine Größe ausgenutzt und die Spielsachen, die er vor mir verstecken wollte, unter den Couchtisch geschleppt, unter den ich als riesengroßer Airedale nicht kommen konnte. Wie gemein!

Aber insgesamt war es wieder sehr schön, Dustin und seine netten Menschen wiederzusehen, viel zu spielen und zu rennen und der Spaziergang war auch genau richtig, denn Spaziergänge sind nur richtig toll, wenn man als Hund danach schmutzig und müde nach Hause kommt.

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