Montag, 11. Juli 2011

Was war das denn?

Vorletzte Woche war mein Frauchen aufgeregt. Sie hat sich zwar Mühe gegeben, dass ich nichts davon merke, aber gespürt habe ich es doch irgendwie. Wovon ich Euch jetzt erzähle, davon habe ich selbst nicht viel mitbekommen. Aber hier erst einmal alles der Reihe nach:

Die letzten Male beim Tierarzt wurde ich auch immer untersucht. Der Grund war eine leichte Gebärmutterentzündung, die ich mir direkt nach meiner ersten Hitze eingefangen hatte. Dass man so etwas nicht auf die leichte Schulter nehmen darf und die Wahrscheinlichkeit für weitere Entzündungen nach jeder Hitze steigt, wussten wir alle und so überlegten Herrchen und Frauchen, wie man so etwas am besten zukünftig verhindern kann. Wäre das und die wesentlich geringere Wahrscheinlichkeit für Gesäugetumoren bei kastrierten Hündinnen nicht gewesen, hätten sich die beiden nicht für eine Kastration bei mir entschieden. Vor allem Frauchen hat sich mit dieser Entscheidung schwer getan.

Schweren Herzens brachte sie mich nüchtern gegen halb vier zur Tierärztin. Außer uns beiden waren keine anderen Patienten dort. Ich bekam dieses Mal kein Leckerchen, dafür aber eine Spritze. Frauchen nahm mich wieder mit ins Wartezimmer, legte mich auf ihren Schoß und schon nach Sekunden war ich eingeschlafen. Dann begann die Operation, während Frauchen zu Hause auf den erlösenden Anruf wartete, dass alles gut gegangen ist und sie mich abholen darf. Dann war es endlich soweit: Frauchen kam wieder in die Praxis, man nahm mir die Infusion ab, wickelte einen dicken Verband um den Zugang, legte mich in mein Körbchen und trug mich ins Auto. Zuhause angekommen, war ich immernoch wie benommen, da die Narkose noch lange nicht nachließ. Frauchen legte sich mit mir ins Schlafzimmer, deckte mich zu, damit mir nicht zu kalt wird (und ich hatte ganz kalte Pfötchen), beruhigte mich, wenn ich in der Narkose jammerte und winselte und blieb die ganze Zeit bei mir. Erst gegen elf Uhr abends konnte ich wieder richtig stehen und der Gang zur Wiese war dringend nötig. Auch nachts musste mein Frauchen zwei Mal mit mir raus -  ich kann Euch sagen, dass sie am Morgen danach müder war als ich!

Die Kontrollbesuche beim Tierarzt habe ich munter überstanden und man ist mit den Heilungsfortschritten bei mir sehr zufrieden. Ich lecke kaum bis gar nicht an der Wunde und toben darf ich auch nicht. Dass ich das einhalte, dafür sorgen meine Menschen schon - leider. Denn mir geht es wieder richtig gut und ich würde liebend gern wieder hüpfen, springen und über die Wiesen toben...

1 Kommentar:

  1. Gute Besserung!


    Oh, Kira, da hast Du ja was erlebt! Eine OP!
    Ich wünsche Dir von ganzem Herzen gute Besserung. Und das soll ich Dir auch von meinem Frauchen sagen!
    Du schaffst das schon!

    Ich bin auch kastriert und das wurde noch in Nürnberg gemacht, als ich bei meinem alten Herrchen war. Ich kann Frauchen gar nicht erzählen, wie es war.
    Aber mein großer Bruder, der ja schon lange nicht mehr lebt, hatte auch eine Kastration, weil er eine Prostata-Erkrankung hatte. Das ging seinerzeit auch gut.

    Nun schone Dich noch recht gut!
    Ich freue mich immer, wenn Du wieder etwas gepostet hast!

    Lieber Gruß
    Deine Gipsy

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