Dienstag, 19. Juli 2011

Schneller, schneller

Frauchens Superschuhe und ich
Wenn wir zwei, mein Frauchen und ich, spazieren gehen, dann muss ich immer langsamer gehen, als ich eigentlich könnte. Ich glaube, dass sie einfach nicht schneller gehen kann und habe mich ihrer Langsamkeit angepasst, weil ich ja doch gern in ihrer Nähe bin.
Aber was sich Frauchen nun wieder ausgedacht hat, da kann hund nur den Kopf schütteln. Wir waren im Wohnzimmer, als sie von irgendwoher eine größere Kiste anschleppte und diese öffnete. Was darin war, hat mich natürlich erst wieder in Angst und Schrecken versetzt. Sie hob komische Schuhe daraus, die schwer aussahen und große Rollen an den Schuhsohlen hatten. Auch wenn Frauchen mir mit viel Geduld versuchte, die Dinger interessant zu machen, funktionierte das nicht so ganz perfekt, aber wenigstens ließ meine Angst deutlich nach. Dann setzte sie einen Helm auf. Ich kann Euch sagen: Das sah albern aus! Ich hätte sie beinahe nicht wiedererkannt, so seltsam sah der schwarze Deckel auf ihrem Kopf aus...


Auf der Bank haben wir eine kurze Pause gemacht.
Dann ging es mit dem schwarzen Deckel, den komischen Schuhen und noch einer kleineren Packung ins Auto und von da zu recht nahe gelegenen Feldern. Während ich noch warten musste, rüstete sich Frauchen. Sie holte mich ab, ich durfte endlich auch aus dem Auto und mir das Drama ansehen: Jetzt hatte Frauchen nicht nur den Deckel auf dem Kopf, sondern auch die Schuhe an den Füßen. Außerdem hatte sie noch an Händen, Ellenbogen und Knien so komische, graue Dinger hängen... Sie erklärte mir, dass das Inliner sind mit dazugehöriger Schutzausrüstung, was mich aber nicht davon abhielt, erst einmal Panik zu schieben. Aber probieren geht über studieren und bevor ich weiter Zeit hatte, um richtig ängstlich zu werden, haben wir das älteste Mittel gegen Angst ausprobiert - laufen. Erst lief ich vor Frauchen weg, die aber seltsamerweise schnell hinter mir her kam. Dann wunderte ich mich darüber, legte an Tempo zu, Frauchen lief nach wie vor neben mir her, und schließlich ließ meine Angst nach. Ich hatte Spaß daran, dass sie nun endlich auch mal so schnell sein kann, wie ich und wir liefen den kleinen asphaltierten Feldweg  auf und ab bis zu einer Bank auf einem Hügel, machten kurz Pause und dann ging es wieder abwärts. Ich bleibe dabei, dass Frauchen komisch in ihrer Inliner-Rüstung aussieht und dass die Menschen manchmal wirklich seltsame Ideen haben, aber ich muss auch zugeben, dass es wirklich lustig war. Wir liefen zwar nicht lange, weil wir beide beim Laufen ein wenig aus der Übung sind, aber gegen Ende waren wir ein super Team. Schnell habe ich verstanden, woher die komischen Geräusche beim Rollen kommen, wann Frauchen langsamer werden will und wann sie eine Kurve dreht. Dennoch war es sehr anstrengend und aufregend für mich - so viel Neues und so unterschiedliche Gefühle! Als wir wieder zuhause waren, habe ich mich erst einmal auf den kühlen Boden gelegt und bin in einen tiefen Schlaf gefallen...

1 Kommentar:

  1. Hallo Kira,

    das ist ja toll! Ich kann mir richtig gut vorstellen, wie Ihr über den Weg gedüst seid.

    Nein, das kann mein Frauchen nicht, Inliner fahren. Ich glaube, sie fühlt sich dazu nicht mehr im richtigen Alter :-))) Frauchen hat früher jahrzehntelang geritten und meinen Vorgänger hat sie mit aufs Pferd genommen, bis dass er zu groß dafür war und nebenher lief.

    Aber ich hab es auch nicht so mit dem Rennen und mir reicht es, wenn wir walken oder spazieren gehen :-)))
    Ich bin jetzt 7 Jahre jung :-)))

    Ganz viel Spaß wünsche ich Dir und Deinem Frauchen!

    Wuff Wuff
    Gipsy

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