Mittwoch, 20. Juli 2011

Hundewetter

Den ganzen Tag schon hat der Himmel seine Schleusen geöffnet und es regnet ohne Unterbrechung. Frauchen war aber trotzdem mit mir spazieren und das nicht nur eine kurze Runde. Sie hat sich eine Regenjacke mit Kapuze und Stiefel angezogen, die Schleppleine eingepackt und dann ging es los. Ich habe nichts gegen den Regen - ich laufe dann so fröhlich wie immer, muss mich aber öfter schütteln, damit mein Fell nicht so durchnässt. Wir waren auf der anderen Seite der Bahnstrecke spazieren, übten mit einer neuen Pfeife, die mir die Flötentöne beibringen soll, schlenderten durch die menschenleeren Felder und stapften durch große Pfützen. Außer uns war niemand bei diesem Wetter draußen und wir hatten alle Wege für uns ganz allein. Die Schleppleine war nach kürzester Zeit komplett nass und wir haben sie wie eine schwere Kette hinter uns her gezogen. Es hört sich lustig an, wenn ich sie durch eine Pfütze ziehe!

Auch Frauchen war trotz der eigentlich wetterfesten Kleidung nass. In ihrem Gesicht liefen die Tropfen auf die Jacke und von da zur Hose... Aber es scheint ihr nichts ausgemacht zu haben. Ich sah natürlich nicht viel besser aus... Die großen Pfotenabdrücke, die ich in der durchweichten Erde hinterließ, fand Frauchen schön und hat sie gleich fotografiert. Wir waren knapp zwei Stunden unterwegs, genossen die Einsamkeit und ließen den Regen auf uns niederfallen. Wieder zu Hause mussten wir uns erst mal gründlich mit einem trockenen Handtuch abrubbeln. Das macht Frauchen immer für mich und ich genieße diese Extra-Streicheleinheit immer. Es war einfach nur schön...

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