Donnerstag, 28. Juli 2011

Ein Hund im Kloster

Früh am Morgen ist Frauchen schon aufgestanden, ich musste in meiner Box bleiben und ich hörte, dass sie die ganze Zeit in der Wohnung aufräumte und vorbereitete. Dann haben wir Tonka weg gebracht und für mich ging es dann ab in die Wanne, kaum dass die Wohnungstür hinter uns wieder zu war. Ich sah wieder so erbärmlich aus wie eh und je... Aber die Streicheleinheiten nach dem Abbrausen liebe ich dafür umso mehr und heute hatte ich auch großen Spaß, als Frauchen mich trocken föhnte. Ich versuchte ständig in den warmen Luftstrom zu beißen! Das war ein großer Spaß!!!
Doch Frauchens Unruhe ging weiter und nach einem großen Wohnungsputz klingelte es plötzlich an der Tür. Da kam uns eine ganze Invasion besuchen! Frauchens ganze Familie war mit einer ganzen Autoladung voll angereist und nicht nur ich war sehr aufgeregt. Es gab viel zu bestaunen, zu verschenken, zu zeigen und vor allem zu erzählen. Nach dem Mittagessen sind wir in einer kleinen Kolonne zum Kloster Arnsburg gefahren, das Frauchen sehr gerne mag und ihrer Familie gerne zeigen wollte. Ich war ganz in der Nähe einmal spazieren, aber so richtig im Kloster war ich noch nicht. Seit 1800 ist die große Kirche eine Ruine, in der in malerischer Weise einige Kapitelle und Bögen erhalten geblieben sind. Die Überreste der Kirchenschiffe sind schon imposant und als kleiner Hund fühlt man sich schon ziemlich klein und verloren. Ob Hunde überhaupt in ein Kloster dürfen, auch wenn die Kirche eine Ruine ist? Ich weiß es nicht und Frauchen hat keine Verbotsschilder gesehen - also in dubio pro re... Auch den Menschen hat das alte Gemäuer gut gefallen und es sind wieder unzählige Fotos geschossen worden, denn Frauchens Mutter ist genauso Foto-besessen wie ihre Tochter! Den kurzen Fußweg hin zum Kloster durfte ich mich austoben in dem Wald, den das Gemäuer umgibt.

Überhaupt habe ich mich heute wieder viel streicheln lassen, wenn so viele liebevolle Hände um mich herum sind. Später kam dann auch Herrchen von der Arbeit zu uns und es gab eine doch etwas größere Überraschung vor allem für Frauchens Oma. Was das genau war, habe ich nicht so ganz verstanden, aber es gab zwei orangene Umschläge... Als Tonka abgeholt wurde, brach Frauchens Familie wieder auf, denn ihr Bruder hat Probleme mit Hundehaaren. Deswegen musste ich auch heute unter die Brause und die Wohnung einer Grundreinigung unterzogen werden. Aber ich glaube, dass Frauchen das gerne macht, wenn ihr Bruder dann mitkommen darf. Es war ein rundherum wunderschöner Tag für uns alle und ich freue mich schon, wenn sie alle das nächste Mal hier sein werden.

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