Montag, 18. Juli 2011

Ich bin mutig und unerschrocken - manchmal jedenfalls...

Ich muss mich korrigieren: Heute ist definitiv was los hier - und was!!! Gerade kommen wir vom Tierarzt heim, denn Tonkas Stimme ist nach wie vor nicht zurückgekehrt, Frauchen steigt aus, bevor Herrchen mit dem Wagen in die Garage fährt und ich warte hinten darauf, dass mich mein Frauchen aus dem Auto holt. So weit, so gut und so normal... Aber als dann die Tür aufgeht, traue ich meinen Augen nicht. Vor der Garage ist mächtig was los! Ich bin so überrumpelt und eingeschüchtert, dass mich Frauchen kaum aus dem Kofferraum bekommen hat. Kaum mit den Pfoten wieder auf dem Boden verkrieche ich mich schnellstmöglich und so weit wie irgend möglich unter dem Auto in der Garage. Frauchen bekommt gerade noch mit, wie ich am ganzen Leib von ängstlichem Zittern geschüttelt am liebsten ganz unter dem Wagen verschwunden wäre...

Auch der Gang zur Wiese erweist sich als wenig beruhigend, da man alles noch genau sehen kann, und selbst im Treppenhaus angekommen, kommen uns komisch angezogene Leute entgegen, die eigentlich nicht ins Haus gehören und die mit seltsamen Dingen miteinander reden. Ich war so froh, wie noch nie in meinem Leben, als endlich, endlich die Haustür hinter mir ins Schloss fiel. Aber leider war der Spuk noch nicht ganz vorbei... Im Badezimmer war das Fenster auf und die schrecklichen Geräusche fanden den Weg in die Wohnung. Ich hätte meinen Schwanz gerne noch weiter eingekniffen, als es so möglich war...

Was eigentlich passiert ist?! Bevor wir zum Tierarzt gefahren sind, hat ein Nachbar hier bei uns geklingelt. Er wollte uns mitteilen, dass heute in unserem Haus eine Übung für die Feuerwehr stattfindet. Direkt vor der Haustür standen also ein riesiges Feuerwehrauto, viele Feuerwehrmänner und die Wasserschläuche kringelten sich nur so vor sämtlichen Eingängen. In geschäftiger Hektik nahmen die Leute von der Feuerwehr hier alles in Beschlag... Ich weiß gar nicht, wovor ich mehr Angst habe: vor den Funkgeräten, den Helmen und Uniformen, den Schläuchen, die über den Boden rollten, oder dem riesigen Feuerwehrauto, das bedrohlich blau blinkte. Was für ein aufregender Abend!

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